Vereinsinfo

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Vereinsname

Siedlungsgemeinschaft Sauerbrunnen

Ort

Crailsheim

Vereinsart

Bürger- und Dorfgemeinschaften

Vorstand

Ernst Hübner

Adresse

Friedrich-List-Straße 44
74564 Crailsheim

Telefon

07951/2 68 53

Fax

01212/53 10 75 984

eMail

info@ernst-huebner.de

Internet

www.siedlungsgemeinschaft-sauerbrunnen.de

Abteilungen

Frauengruppe

 

"Vereint sind auch die Schwachen mächtig!" Dieses wahre Wort des schwäbischen Dichterfürsten Friedrich von Schiller nahmen sich die aus allen Teilen des europäischen Ostens nach Crailsheim "verschlagenen" Vertriebenen zum Motto, als sie kurze Zeit nach ihrem Einzug in die Sauerbrunnensiedlung daran gingen, Gemeinschaftsaufgaben selbst in die Hand zu nehmen. Erfreulicherweise war es der in Eigenleistung zu schaffende Spielplatz für die Kinder, der als Anlass diente. Wohl waren mutige Initiatoren am Werk, die diese Ideen hegten; doch als Einzelne hätten sie wahrscheinlich nichts ausgerichtet.

Fragt man nach dem Sinn einer derartigen Vereinigung, sollte man nur das Wort zerlegen und deren Stammformen definieren. Es ist demnach eine Gemeinschaft, die in einer Siedlung wohnt. Schon in altdeutscher Zeit verstand man unter siedeln ein Sesshaftwerden mit dem Ziele zu bleiben und sich, wenn möglich, autark und selbst zu ernähren. Dies war auch die erste Lesart, als die Württembergische Landsiedlung die Nebenerwerbssiedlung baute. Es musste jede Siedlerstelle mit einem Stall ausgestattet sein, um Haustiere wie Schweine, Schafe, Ziegen, Federvieh und weiß Gott noch alles zu halten. Dazu kamen Hund und Katz - es war wohl ein Geschnatter - und viele Kinder gab\'s !

 


Siedlerbrunnen

 

Im zweiten Hauptwort Gemeinschaft steckt das Stammwort "mein". Hier wird ausgedrückt, dass jeder daran ging, nach all den schrecklichen Kriegs- und Nachkriegsjahren wieder so etwas wie Eigentum zu erwerben. "Mein" Haus, "mein" Feld, "mein" Ertrag: welch ein glücklicher Stolz mag wachgeworden sein in den Männern und Frauen, die zu hause oftmals große Güter, Weinberge und Höfe ihr Eigen genannt hatten. Doch man war bescheiden geworden. Gleichzeitig erweckt das "Mein"-Gefühl ein Verantwortungsgefühl und -Bewusstsein für die Sache, denn was mein ist - mir gehört - ist doch ein Teil meiner Persönlichkeit. Dieses Gedankengut bewahrt uns großteils vor den wertzerstörenden Kräften anderer Gebiete, wo sich ein derartiges Verantwortungsgefühl mangels Eigentumsverpflichtung nicht bildet. Schließlich als Ganzes: Gemeinschaft.

 


Friedrich-List Straße

 

Der erste Teil "gemein" drückt aus, dass zu dieser Gruppe allgemein Zugang ist. Gemein sagt auch, dass alle mit den gleichen Rechten und Pflichten ausgestattet sind. In diese Gemeinschaft sich einzufügen gilt es, nicht mit dem Ziel, eine Sonderstellung zu erwerben, sondern als ein Glied mitzuhelfen - als Gemeiner!

Quelle: Festschrift 35 Jahre Sauerbrunnensiedlung

 


Blick von oben

Veranstaltungen

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